Angelos Athanasopoulos: Vier Dimensionen für bessere Resilienz

Angelos Athanasopoulos, Chefredakteur Politik der griechischen Tageszeitung „To Vima“ und Teilnehmer des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums, beschreibt, was aus seiner Sicht während der COVID-Pandemie falsch gelaufen ist und was einzelne Länder und die EU machen können, um ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern:

„Die COVID-19-Krise hat gezeigt, dass die Regierungen in der Lage sind, mit außerordentlicher Flexibilität, Innovation und Entschlossenheit auf eine große globale Krise zu reagieren. Neue Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass im Vorfeld viel mehr hätte getan werden können, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken, und dass viele Maßnahmen das Vertrauen und die Transparenz zwischen Regierungen und ihren Bürgern während der Pandemie untergraben haben könnten.

Resilienz ist die Fähigkeit, nicht nur Herausforderungen zu widerstehen und sie zu bewältigen, sondern auch Übergänge auf nachhaltige, faire und demokratische Weise zu bewältigen. Die Länder haben Tausende von Notverordnungen erlassen, oft im Schnellverfahren, um den Auswirkungen der Pandemie zu begegnen. Ein gewisser Abbau von Standards ist in einer Notsituation unvermeidlich, muss aber in Umfang und Zeit begrenzt sein, um zu vermeiden, dass die Bürger die Kompetenz, die Offenheit, die Transparenz und die Fairness der Regierung negativ wahrnehmen.

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M100 Media Award an Alexei Nawalny

• Christian Lindner hält die Laudatio
• Preisverleihung am 6. Oktober im Schlosstheater des Neuen Palais, Potsdam

Potsdam, 3. September 2021. Der diesjährige M100 Media Award wird an den russischen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny und seine Stiftung FBK (Anti-Corruption Foundation) verliehen. Den Preis für den seit Januar inhaftierten Nawalny nimmt sein engster Mitarbeiter und Vertrauter Leonid Volkov entgegen. Die Laudatio hält der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner, der sich seit Monaten für die Freilassung Nawalnys einsetzt.

„Alexei Nawalny ist ein unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit, Transparenz und Demokratie“, so Lindner. „Trotz rechtswidriger Haft kämpft er weiter für ein freies und demokratisches Russland. Es ist mir eine Ehre, die Laudatio beim M100 Media Award auf Alexei Nawalny halten zu dürfen.“

„Ich bin geehrt und stolz, den M100 Media Award im Namen von Alexei Nawalny und der Anti-Corruption Foundation entgegenzunehmen“, sagt Leonid Volkov. „Es ist sehr wichtig, dass seine und unsere Aktivitäten, mit denen wir in den letzten 10 Jahren auf Korruption aufmerksam gemacht haben und die Botschaft von Freiheit durch soziale Medien verbreitet haben, auch in Europa anerkannt werden.“

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Alexandra Borchardt: „Zuhören statt Zuspitzen!“

Wir haben einige unsere Speaker um Statements zum Thema des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums gebeten.
Alexandra Borchardt, Senior Research Associate, Reuters Institute for the Study of Journalism, schreibt:

„Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Journalismus ist während der Pandemie in den meisten Demokratien gestiegen. Das widerspricht dem, was so manche Politiker suggerieren, die lieber ihre eigene Version der Wahrheit verbreitet sehen wollen. Jetzt müssen die Medien diesen Vertrauensvorschuss nutzen. Ein Journalismus ist gefragt, der sein Publikum ernst nimmt und in einer Welt der Über-Information einen Mehrwert bietet. Dazu gehört auch die Suche nach Perspektiven, nach Nuancen und Verständigung in einer sich immer stärker polarisierenden Welt. Zuhören statt zuspitzen könnte das Motto eines solchen erhellenden Journalismus sein.“

Eine Übersicht über die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden Sie hier.

M100 diskutiert Politik für eine post-pandemische Welt

• Benjamin H. Bratton und Andreas Reckwitz eröffnen M100 Sanssouci Colloquium am 6. Oktober
• Strategien aus der Dauerkrise Thema der internationalen Medienkonferenz
• M100 Media Award im Schlosstheater des Neuen Palais, Potsdam

Potsdam, 11. August 2021. Kein anderes Ereignis hat Politik, Gesellschaft und Medien weltweit so stark verändert und auf den Prüfstand gestellt wie Covid-19. Welche Lehren wir aus der Pandemie ziehen müssen, um unsere Demokratien widerstandsfähiger zu machen, ist das Thema des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums. Unter dem Titel „From Crisis in Perpetuity to Democratic Resilience“ („Von der Dauerkrise zu demokratischer Resilienz“) findet die internationale Medienkonferenz am 6. Oktober im Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam in einem hybriden Format statt.

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Wir danken Reporter ohne Grenzen für die anhaltende Partnerschaft!

Die 1985 in Montpellier gegründete Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) dokumentiert weltweit Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit und alarmiert die Öffentlichkeit, wenn Journalistinnen und deren Mitarbeiter in Gefahr sind.
RSF setzt sich für mehr Sicherheit und besseren Schutz von Journalistinnen und Journalisten ein, kämpft online wie offline gegen Zensur, gegen den Einsatz sowie den Export von Zensur-Software und gegen restriktive Mediengesetze.
Wir sind dankbar für die anhaltende starke Partnerschaft!

Human Rights Watch Partner des M100 Sanssouci Colloquiums

Human Rights Watch ist seit vielen Jahren Partner des M100 Sanssouci Colloquiums und unterstützt die Konferenz vor allem mit Expertise zu den Themen Demokratie und Menschenrechte.

Deutschland-Direktor Wenzel Michalski ist seit September 2010 bei Human Rights Watch und zuständig für Kommunikation und Advocacy. Bevor er zu Human Rights Watch kam, arbeitete er mehr als 20 Jahre lang im Journalismus im Bereich Nachrichten und aktuelle Themen. Er war geschäftsführender Redakteur, Moderator und Leiter des Londoner Büros von ProSiebenSat1, davor war er als Redakteur für Dokumentationen bei der ARD/NDR tätig. In seiner aktuellen Position arbeitet Michalski daran, Deutschland eine stärkere Stimme für Menschenrechte zu geben. Er hat an der Universität Hamburg Geschichte und Politik studiert.

Wolfgang Blau eröffnet den M100 Young European Journalists Workshop

Der renommierte internationale Medienmanager und Journalist Wolfgang Blau hält beim diesjährigen M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) die Eröffnungsrede zum Thema „Reporting in Crises and the Crisis in Reporting“. In seiner Keynote geht er darauf ein, wie die Covid-19-Berichterstattung Lehren für die Berichterstattung über die Klimakrise bietet.

Blau war Global Chief Operating Officer & President, International bei Condé Nast, arbeitete als Executive Director of Digital Strategy bei The Guardian und als Chefredakteur von Zeit Online, eine Position, die ihm die Auszeichnung Deutschlands Chefredakteur des Jahres einbrachte. Derzeit ist er Visiting Research Fellow am Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford, wo er die Schnittmenge von Journalismus und Klimakrise untersucht.

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Das Thema des M100 Sanssouci Colloquiums 2021

“From Crisis in Perpetuity to Democratic Resilience” ( „Von der Dauerkrise zu demokratischer Resilienz“) lautet der Titel des 17. M100 Sanssouci Colloquiums, das am 6. Oktober 2021 als hybrides Format online und im barocken Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam stattfindet.
Rund 100 Medien- und Meinungsmacher sind eingeladen, um in verschiedenen Sessions über Leadership (post-)Corona, unseren Umgang mit der „Krise in Permanenz“ sowie über Verantwortung und aktuelle Herausforderungen der Medien in dieser Gemengelage zu diskutieren.

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Call for Application: Reporting in crises and the crisis in reporting

Drei Online-Module zwischen 10. September und 2. Oktober 2021

In Krisenzeiten ist es besonders wichtig, dass die Menschen durch die Medien sachlich und umfassend informiert werden; Ereignisse müssen erklärt, sinnvoll kontextualisiert und letztlich bewertet werden. Die Verunsicherung durch Krisen und die Realität einer immer unübersichtlicheren Welt lassen das Bedürfnis nach Orientierung und Information noch größer werden.
Wir haben in der Covid-Krise – nicht nur in Deutschland – einen rasanten Anstieg des Medienkonsums erlebt, sowohl bei den Zugriffs- und Abozahlen digitaler Angebote als auch bei den hohen Einschaltquoten von Nachrichten und Sondersendungen in TV und Radio. Medienbeiträge werden besonders häufig auf sozialen Plattformen geteilt.

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Artikelserie „Sharp Power and Democratic Resilience“

Das National Endowment for Democracy NED, langjähriger Partner und Unterstützer des M100 Sanssouci Colloquiums und des M100 Young European Journalists Workshop, hat eine Serie zum Thema „Sharp Power and Democratic Resilience“ veröffentlicht, die auch das Thema des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums ist.

Über die Artikelserie „Sharp Power and Democratic Resilience“:
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