M100SC Teilnehmer Eduardo Suárez über die Bedeutung seines Start-ups „Politibot“ für den Journalismus

„Es ist wichtiger denn je, neue Geschäftsmodelle zur Unterstützung von Journalismus zu schaffen. Aus diesem Grund habe ich Politibot zusammen mit einem Team aus Entwicklern, Journalisten und Politikwissenschaftlern gegründet. Neue Geschäftsmodelle für Journalismus sind wesentlich, um dunkle Mächte, die Demokratien gefährden, auf der ganzen Welt einzudämmen, aber sie reichen auch nicht aus. Ich habe über das Brexit-Referendum für ‚Politibot‘ und über die US Präsidentschaftswahlen für ‚Univision‘ berichtet. Ich habe über Dutzende von Auftritten von Donald Trump von Iowa bis Maine geschrieben und habe mich mit seinen Wählern unterhalten. Einige ihrer Antworten halfen mir zu verstehen, warum er gewonnen hat und was andere Gesellschaften im Kampf gegen illiberalen Populismus tun können.“

Eduardo Suárez, Ko-Gründer, Politibot, Spanien

M100SC Teilnehmerin Ursula Weidenfeld warnt vor den Herausforderungen für den Westen – auch ein Thema des diesjährigen Sanssouci Colloquiums

„Die Staaten des Westens haben die Kontrolle verloren. Sie, die einst Mächtigen, stehen ratlos vor der zerfallenden Weltordnung, die sie selbst geschaffen haben. Digitalisierung und Globalisierung zerrütten das demokratische Fundament der westlichen Welt, sprengen ihre Ordnung und lassen die Staaten wie die Einzelnen mit ihren Ohnmachtserfahrungen zurück.“

Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin, Deutschland

Facebook-Managerin Áine Kerr, Teilnehmerin des #M100SC, über Facebook und Qualitätsjournalismus

„Wir haben im Januar das „Facebook Journalism Project“ mit dem Ziel gestartet, unsere Beziehungen mit der Medienbranche zu erweitern und zu vertiefen. Ein Teil des Projekts ist die Einführung von Produkterweiterungen, Partnerschaften mit Journalisten, Erziehern und Wissenschaftlern, um informierte Gemeinschaften zu unterstützen, einschließlich einer Finanzierungsgründung für die „News Integrity Initiative“ am CUNY Graduate School of Journalism. Wir wissen, dass sich die Menschen wahrheitsgetreue Informationen und qualitativ hochwertige Nachrichten auf Facebook wünschen. Deshalb setzen wir uns weiterhin gegen die Verbreitung  falscher Nachrichten auf unserer Plattform ein, indem wir in den nächsten Monaten nach Möglichkeiten für eine bessere Positionierung von Meldungen in Qualitätsmedien suchen. Es bedarf großer gemeinsamer Anstrengungen von allen Parteien, um eine Zukunft aufzubauen, in der Qualitätsjournalismus blühen und gedeihen kann.“

Áine Kerr, Managerin, Journalism Partnerships, Facebook, USA

Giovanni di Lorenzo, Mitglied des M100-Beirats, über den M100 Media Award 2017 an Natalja Sindejewa

„Am Beispiel von Natalja Sindejewa zeigt sich wieder einmal, was Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern riskieren. Deshalb kann man ihren Einsatz nicht hoch genug würdigen. Unsere Preisträgerin hat den kritischen TV-Sender „Doschd“ gegründet, dem man in Russland und in der Ukraine das Publikum entzog. In Potsdam gehört die Bühne ihr.“

Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur DIE ZEIT

Sabine Sasse bei radioeins über M100

Unsere Projektleiterin Sabine Sasse hat am 12. August beim Medienmagazin mit Jörg Wagner auf radioeins unsere diesjährige Preisträgerin Natalja Sindejewa für den M100 Media Award und das Thema des Sanssouci Colloquiums 2017 vorgestellt. Für alle, die das Interview verpasst haben, hier könnt ihr es euch nochmal ab 37:30 anhören.

Andrea Seibel, Mitglied des M100-Beirats, über den M100 Media Award an Natalja Sindejewa

„Natalia Sindejewa tut das, was gute Journalisten tun. Sie geht ihrer Arbeit nach und versucht, ihr Konzept von Journalismus marktfähig zu halten. Sie tönt nicht groß von „kritischem“ Journalismus oder „Opposition“. Und weil sie das in einem extrem feindseligen und anti-demokratischen Umfeld tut, verdient sie großen Respekt und Anerkennung.“

Andrea Seibel, Ressortleiterin Meinung/Forum WELTN24, Berlin

Wir freuen uns über Polis180 @ #M100SC!

13. August, Sonntag, 15 Uhr: Gedenken an die Opfer der Mauer am Haupteingang zum Schlosspark Babelsberg im Rahmen der Veranstaltung 9. Potsdamer »MauerVerlauf« – »Die Grenze im Weltkulturerbe – Zerstörung und Wiederherstellung des Schlossparks Babelsberg«. Ein Projekt der Fördergemeinschaft »Lindenstraße 54« und der Landeshauptstadt Potsdam in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

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