Maria Makeeva

Chefredakteurin
OstWest TV
Russland

Maria Makeeva ist Chefredakteurin des Fernsehsenders OstWest in Berlin.

Maria arbeitete von Anfang an bei einem der ersten und erfolgreichsten kommerziellen Radiosender, dem Russischen Rundfunk in Moskau, der auf 90 % des russischen Staatsgebiets sendete und sich zu einer großen Radioholding entwickelte. Sie begann als Nachrichtenmoderatorin und arbeitete zuletzt als Moderatorin der täglichen Hauptnachrichtensendung und stellvertretende Generaldirektorin des Russischen Nachrichtendienstes (Nachrichtenagentur, die Programme für alle 4 Radiosender der Holding produzierte).

Danach arbeitete sie acht Jahre lang als Moderatorin und 1. stellvertretende Chefredakteurin des Fernsehsenders Doshd (TVRAIN). Bei dem legendären, einzigartigen, unabhängigen russischen Fernsehsender in Russland arbeitete sie von Anfang an, moderierte das tägliche Hauptnachrichtenprogramm, Sondersendungen mit Gästen und allen wichtigen öffentlichen Ereignissen in Russland: Moskauer Proteste, russische Wahlen, Pussy Riot- und Navalny-Prozesse (einschließlich eines Interviews mit dem damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew) und war Sonderkorrespondentin von Doshd bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2012. Als Autorin von Reportageserien über die russische politische und öffentliche Szene arbeitete sie gleichzeitig als Leiterin der Nachrichtenabteilung und koordinierte die Arbeit der Korrespondenten, Kameraleute und des Produktionsstudios.

2017 zog sie nach Deutschland, nachdem ihr ein Job beim russischsprachigen Fernsehen angeboten wurde, benannte es um (in den heutigen Namen OstWest) und startete neben zig anderen Projekten ihre eigene wöchentliche Nachrichtensendung, die 2022 mit ihrem ukrainisch/russisch/deutschen Team von der Deutschen Nationalstiftung ausgezeichnet wurde, die Menschen und Organisationen für die Arbeit für Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt in Deutschland und Europa ehrt.

Ebenfalls 2022 werden die Redakteure und Reporter von OstWest mit dem Hanns-Joachim Friedrichspreis für Fernsehjournalismus und „mutiges Engagement bei der Information einer russischsprachigen Öffentlichkeit, die ihr Bild von den Ereignissen fast nur noch aus russischen Staatsmedien beziehen kann“ ausgezeichnet: