Aktuelles

Inspirierende Workshoptrainer werden beim M100YEJ unsere 15 Teilnehmer aus Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland zum Thema „Wie finanziert man unabhängigen Journalismus“ unterstützen

1. September 2017. In nur einer Woche ist es soweit und der langersehnte  M100 Young European Journalists Workshop findet endlich statt! Wir freuen uns auf spannende Workshoptage zum Thema „Wie finanziert man unabhängigen Journalismus“. Unsere 15 Teilnehmer aus Ländern der Östlichen Partnerschaft – Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und Ukraine – und aus Russland müssen sich Herausforderungen mit Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus in ihren Herkunftsländern stellen. Aus diesem Grund möchten wir die jungen Journalisten unterstützen und ihnen Wissen über Finanzierungsmöglichkeiten in ihren Herkunftsländern vermitteln, damit sie ihre eigenen journalistischen Projekte umsetzen können und den Demokratisierungsprozess in ihren Ländern fördern können. Weitere Informationen zur Agenda des M100YEJ finden Sie hier.

 

„Für immer mehr junge Menschen ist Europa ein emotionales Thema“

„Lange Jahre war Europa für viele Menschen nicht viel mehr als ein bürokratisches Monster – weit weg von der eigenen Lebensrealität. Plötzlich ist der Staatenbund für eine wachsende Zahl junger Menschen ein emotionales Thema, für das einige von ihnen sogar regelmäßig auf die Straße gehen. Diese neue Begeisterung erleben wir bei der HuffPost mit der starken Resonanz auf unser neues Ressort Voices of Europe. Das spannende an der neuen Begeisterung: In einer repräsentativen Umfrage haben wir herausgefunden, dass jeder dritte Deutsche sich vorstellen kann, seinen deutschen Pass gegen einen europäischen zu tauschen – wenn es denn möglich wäre. Ich freue mich, dass dieses Thema beim M100 Colloqium so großen Raum bekommt.“

Sebastian Matthes, Chefredakteur, Huffington Post Deutschland

M100SC-Teilnehmer Christopher Walker warnt vor Gefahren eines autoritären Internationalismus

„Im Zeitalter der Globalisierung sind autoritäre Regime wahre Meister darin geworden, ihre Staatsmacht zu nutzen, um die Offenheit von demokratischen Systemen auszubeuten. Diese autoritären Kräfte haben sich in die Finanz-, Politik- und Mediensysteme der Demokratien eingeschmeichelt und dadurch Bereiche identifiziert, in denen sie einen Wettbewerbsvorteil haben. Die Tatsache, dass eine zunehmende Zahl demokratischer Länder sich ernsten innenpolitischen Herausforderungen stellen, entbindet sie nicht von der Pflicht, Antworten auf die Herausforderungen der immer stärker ambitionierten autoritären Länder zu finden. Autokraten spielen in diesem neuen Umfeld, um zu gewinnen. Wenn ihnen die Demokraten das Feld überlassen, erlaubt das den autoritären Kräften, die Regeln des Spiels zu diktieren.“

Christopher Walker, Vizepräsident für Studien und Analysen, National Endowment for Democracy, USA

Den ausführlichen, in den „Auslandsinformationen“ der Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichten Text finden Sie hier.