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Zusammenfassung des M100 Sanssouci Colloquiums

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Hella Pick, Institute for Strategic Dialogue

„In diesen wenigen Stunden wurde eine außerordentlich breite Palette von Themen von einer ebenso breiten Palette von Rednern behandelt“, fasste Hella Pick, Doyenne des M100 Sanssouci Colloquiums und seit der ersten Ausgabe im Jahr 2005 dabei, das 18. M100 Sanssouci Colloquium zusammen. „Der Titel unserer Tagung lautet ‚Krieg und Frieden – Eine neue Weltordnung‘. Das ist ein weit gefasster Auftrag, und ich glaube nicht, dass irgendjemand erwartet hat, dass ein Entwurf dabei herauskommt! Das gezeigte Fachwissen war erstaunlich. Die tiefe Besorgnis, wenn nicht gar Bedrückung, war unübersehbar. Die Berichte der Strategischen Arbeitsgruppen haben uns allen bereits einen Überblick über die Diskussionen und die Schlussfolgerungen gegeben, zu denen wir gelangt sind. Ich bin sicher, dass wir alle, die wir heute hier zusammengekommen sind, der Meinung sind, dass die Welt und insbesondere Europa zu einem gefährlichen Brandherd geworden ist. Es war ernüchternd, den Analysen von Experten über die wachsenden Gefahren für die Demokratie zuzuhören oder mehr über den Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf Europa und die Welt im Allgemeinen zu erfahren. Wenn wir uns unserer Medienwelt zuwenden, müssen wir immer wieder an die Bedrohung der Rede- und Medienfreiheit erinnert werden. Und es war in diesem Zusammenhang ebenso wichtig, sich mit dem langjährigen Kampf Europas um seine Autonomie auf dem digitalen Schlachtfeld zu befassen.“

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Meera Selva: „Eine der bewegendsten Zeremonien, die ich je miterlebt habe“

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Potsdam, 28. Oktober 2022. Meera Selva, CEO Internews Europe, UK, über das M100 Sanssouci Colloquium:
„Es war unheimlich wichtig, über die Bedeutung des Journalismus und die Rolle zu sprechen, die Journalisten bei der Bekämpfung von Fehlinformationen spielen, vor allem aber bei der Schaffung eines gesunden Informationsumfelds, das der gesamten Gesellschaft und der Demokratie zugute kommt. Für uns ist dies ein wichtiges Thema in der Ukraine, in ganz Europa, aber auch in der ganzen Welt. Es ist ein Kampf, den wir alle führen, und es war sehr wichtig, dass die Konferenz diese Fragen in diesem Rahmen erörterte.

Die Verleihung des M100 Media Awards an das ukrainische Volk ist eine der bewegendsten Zeremonien, die ich je miterlebt habe. Zu sehen, welche Opfer gebracht werden, welche Anstrengungen unternommen werden, und die Überzeugung, wofür sie kämpfen und warum sie kämpfen, auf der Bühne zum Ausdruck zu bringen, war sehr schön zu sehen.“

„Die Medienbranche muss offener über psychische Gesundheit sprechen“

von Denise Brechbühl

Denise Brechbühl ist freiberufliche Journalistin aus der Schweiz. Dieses Jahr nahm sie am M100 Young European Journalists Workshop in Berlin und Potsdam teil, bei dem es um Desinformation, Fake News und journalistische Unparteilichkeit in Kriegs- und Krisenzeiten ging. In einem Side-Kick diskutierten die 21 Teilnehmer aus 17 europäischen Ländern auch das wichtige Thema „Mentale Gesundheit im Journalismus„.

Kriegsbilder am Fotodesk, prekäre Arbeitsbedingungen, Berichterstattung in konfliktreichen Kriegsgebieten – viele Journalisten leiden unter psychischen Belastungen. Oft fühlen sie sich damit allein gelassen und sind dadurch anfälliger für psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout. Die Medienbranche muss offener über mentale Gesundheit sprechen. Auf dem M100-Workshop konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Nachmittag lang offen darüber diskutieren.
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