M100 Sanssouci Colloquium and M100 Media Award 2023

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Aktuelles

Dieser Krieg betrifft uns alle

Von Baroness Kennedy of the Shaws KC

Die russische Invasion der Ukraine im Jahr 2022 war und ist ein völkerrechtswidriger Akt. Trotz der Behauptungen Russlands, das ukrainische Territorium sei ein historischer und integraler Bestandteil Russlands, bleibt die Ukraine ein souveräner Staat und die russische Invasion stellt ein aggressives Verbrechen dar.

Seit Beginn der Invasion hat der russische Staat zahlreiche Kriegsverbrechen und Gräueltaten begangen. Das russische Militär hat in einer anhaltenden Kampagne Zivilisten und andere nichtmilitärische Ziele angegriffen, von Schulen und Krankenhäusern bis hin zu lebenswichtiger Infrastruktur. Besonders erwähnenswert ist der Angriff auf den Kachowka-Staudamm, der am 6. Juni 2023 zerstört wurde und eine Überschwemmung auslöste, die zur völligen Verwüstung des betroffenen Gebiets führte. Darüber hinaus hätte der Beschuss des Kernkraftwerks Saporischschja und die daraus resultierende Störung des Betriebs zu einer nuklearen Katastrophe führen können, wenn er nicht unter Kontrolle gebracht worden wäre. Russland hat auch wiederholt und kontinuierlich chemische Waffen gegen die Ukraine eingesetzt und damit eindeutig gegen die Genfer Konvention verstoßen.
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Es unsere Pflicht, nicht nur zu trauern, sondern auch zu handeln

Von Mike Schubert

Zweieinhalb Jahre ist es her, dass wir Alexei Nawalny mit dem M100 Media Award für seinen unerschütterlichen Einsatz für Demokratie und Transparenz geehrt haben. Sein politischer Wegbegleiter und Freund Leonid Volkov nahm für ihn den Preis in Potsdam entgegen, weil er damals schon für seinen Kampf gegen das russische Unrechtsregime in Haft saß. Letzte Woche nun hat uns die Nachricht seines Todes erreicht. Wir sind tief erschüttert.
Und es erschüttert uns, dass zwei Jahre, nachdem die russische Armee am 24. Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert ist, der Krieg immer noch währt. Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Menschen, die Opfer dieses Krieges wurden. Tausende haben bereits ihr Leben verloren, Millionen mussten fliehen und suchen nun in Ländern wie Deutschland Schutz und eine neue Heimat. Diese Zahlen sind nicht nur Statistiken; sie repräsentieren individuelle Schicksale, zerstörte Träume und das unermessliche Leid auseinandergerissener Familien.

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Das Hoffen wird immer schwieriger

Von Olga Rudenko

An diesem Samstag, dem 24. Februar, werden Millionen von Menschen in Europa aufwachen und ihren üblichen Wochenendaktivitäten nachgehen. Sie werden mit Freunden brunchen, ihre Kinder zum Spielen fahren und einkaufen gehen.
Hier in der Ukraine werden Millionen von Menschen an diesem Samstagmorgen schweren Herzens aufstehen. An diesem Tag, dem 24. Februar, ist es zwei Jahre her, dass Russland eine umfassende Invasion in unser Land startete.
Ich bin oft gefragt worden, wie dieser erste Tag der Invasion war. Ich habe ihn in meiner Eröffnungsrede zum M100 Sanssouci Colloquium im September 2022 beschrieben. Ich erinnere mich noch an jede Einzelheit, Stunde für Stunde. Man vergisst nie, wie man zum ersten Mal einen Luftangriff hört.
Sind Sie noch bei mir? Wenn ja, danke ich Ihnen. Nach zwei Jahren erregen die Geschichten über das, was die Ukrainer durchmachen, nicht mehr die Aufmerksamkeit der Menschen wie früher. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er abstumpft, wenn er wieder und wieder von Leid hört.

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