Kai Diekmann: „Ich bewundere sie und habe gleichzeitig große Sorge um sie“

25. April 2022. Am 10. April hat M100-Beiratsmitglied Kai Diekmann den österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer nach Kyiv und Moskau begleitet. In Kyiv traf er auch Vitali Klitschko, der 2014 mit dem M100 Media Award ausgezeichnet worden ist.

„Ich kenne Vitali Klitschko und seinen Bruder Wladimir seit Jahren, wir sind sehr gut befreundet“, sagt Kai Diekmann. „Die beiden in dieser Situation, unter diesen Umständen wiederzusehen, war ein sehr emotionales und gleichzeitig bedrückendes Erlebnis. Eigentlich waren wir am 24. Februar miteinander verabredet, die Flüge nach Kyiv waren gebucht, es sollte ein privates Treffen werden. Am Abend zuvor rief mich Wladimir an und sagte: „Bleibt lieber zu Hause, kommt nicht nach Kiew, es ist zu gefährlich.“

Ihr größter Wunsch ist, dass die EU und Deutschland die Ukraine noch mehr unterstützen, damit sie den Kampf gegen Putin gewinnen können. Aufgeben ist für sie keine Option. Ich bewundere sie und habe gleichzeitig große Sorge um sie.“
Ein Interview mit Kai Diekmann über seine Reise nach Kyiv lesen Sie hier.

Wir stehen an Eurer Seite!

2. März 2022. Wir zollen unserem M100 Media Award-Preisträger Vitali Klitschko, seinem Bruder Wladimir, Präsident Wolodymyr Selenskyj und all den mutigen Ukrainern, die sich den russischen Panzern entgegenstellten und für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und eine freie Ukraine kämpfen, unseren tiefsten Respekt und unsere Unterstützung!

Unermüdlich senden Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir Botschaften in die Welt. Stellen ihre Appelle in die Sozialen Medien, geben Interviews auf Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch.
Demonstrieren Stärke, bleiben an der Seite ihres Volkes und geben ihm Mut. Rufen die internationalen Partner, die Welt auf, an der Seite der Ukraine zu stehen „in diesem sinnlosen Krieg, der keine Gewinner, sondern nur Verlierer haben wird“.

Vitali Klitschko wurde – ebenso wie Präsident Selenskyj – oft belächelt und als unfähig und korrupt diskreditiert. Diese Zeiten sind vorbei. Sie stehen auf Putins Todesliste ganz oben, aber sie weigern sich, ihr Land, ihre Bevölkerung zu verlassen.

„Ich brauche Munition und keine Mitfahrgelegenheit“, antwortete Selenskyj den Amerikanern, die ihm anboten, ihn außer Landes zu bringen.

Sie sind Helden, denen unsere ganze Hochachtung und unsere gesamte Unterstützung gebührt.

Und wir zollen der russischen Bevölkerung Respekt, die gegen Putin auf die Straßen geht, sowie unabhängigen Journalisten wie Natalia Sindeeva, M100 Media Award-Preisträgerin 2017, die seit vielen Jahren gegen größte Widerstände und trotz Gefahr für Leib und Leben die Wahrheit berichten und sich nach Freiheit und Demokratie sehnen. Viele waren bereits Gäste beim M100 Sanssouci Colloquium und beim M100YEJ in Potsdam. Wir stehen auch an Eurer Seite.

#StandWithUkraine #SolidarityWithUkraine #NoWar #FreeNawalny

Beirat des M100 Sanssouci Colloquiums solidarisiert sich mit dem ukrainischen Volk und Vitali Klitschko

Potsdam, 25. Februar 2022. Der Beirat des M100 Sanssouci Colloquiums unter dem Vorsitz von Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert solidarisiert sich ausdrücklich mit dem ukrainischen Volk und mit Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und Preisträger des M100 Media Awards 2014. Klitschko stand 2014 an der Spitze der demokratischen, pro-europäischen Bewegung in seinem Land und erreichte gemeinsam mit der Opposition die Absetzung von Präsident Wictor Janukowytsch. Bis heute ist er als Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt ein Symbol für den Freiheitswillen Kiews und der gesamten Ukraine.

„Selbst als Oberbürgermeister kann ich nur erahnen, welch großer Druck in dieser schrecklichen Kriegssituation auf Vitali Klitschko und den ukrainischen Bürgern lastet“, so Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert. „Wir werden alles tun, um die Ukraine und seine Bürger zu unterstützen, mit Hilfslieferungen ebenso wie mit Angeboten für Flüchtlinge. Wir müssen und werden alles tun, um diesen brutalen, sinnlosen Krieg, der die demokratische Ordnung Europas bedroht, zu beenden. Als Bündnis der Städte Sicherer Häfen, in dem sich 120 deutsche Städte für die Aufnahme Geflüchteter einsetzen, werden wir alles tun, um die Ukrainerinnen und Ukrainer zu unterstützen, mit Hilfslieferungen ebenso wie mit der Aufnahme der Menschen, die ihre Heimat verlassen.“

Wir, die Mitglieder des M100 Beirats, werden alles in unserer Macht stehende tun, um den Menschen in der Ukraine in unseren Medien weiterhin eine Stimme zu geben.

Unterzeichner: Mike Schubert, Prof. Dr. h.c. Alexandra Borchardt, Stephan-Andreas Casdorff, Kai Diekmann, Astrid Frohloff, Jann Jakobs, Christoph Lanz, Mathias Müller von Blumencron, Dr. Leonard Novy, Dr. Christian Rainer, Sabine Schicketanz, Dr. Uwe Vorkötter, Moritz van Dülmen, Sabine Sasse

Vitali Klitschko: Deutschland verrät seine Freunde!

24. Januar 2022. Der ehemalige Boxweltmeister Vitali Klitschko, seit 2014 Bürgermeister von Kiew und M100-Media-Award-Preisträger 2014, kann das Verhalten der deutschen Regierung im Ukraine-Konflikt nicht nachvollziehen, schreibt er in einem exklusiven Text für die BILD-Zeitung.

„In der Ukraine gibt es eine Riesen-Enttäuschung darüber, dass die Bundesregierung weiter an Nord Stream 2 festhält“, so Klitschko. „Dass sie keine Verteidigungswaffen liefern will und gleichzeitig auch noch Staaten wie Estland davon abhält, uns Waffen zu liefern.“ Lange habe er in Deutschland gelebt und habe immer noch viele Freunde dort. „Deshalb tut es mir besonders weh zu sehen, wie Putin-Versteher in vielen Fragen die politische Kontrolle übernommen haben! Die Milliarden, die Russland investiert hat, um deutsche Konzerne, Ex-Politiker und Lobbyisten zu kaufen, haben sich für Wladimir Putin ausgezahlt.“

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