Umfangreiche Unterstützung für Ukrainer

21. Mai 2022. Das National Endowment for Democracy hat eine umfangreiche Liste über Organisationen und Institutionen in der ganzen Welt zusammengestellt, die Ukrainern Hilfe und Unterstützung anbieten – Wissenschaftlern, Journalisten, Aktivisten, Forschern, Künstlern und anderen.

Es ist jederzeit möglich, Hilfsorganisationen und -angebote zu ergänzen. Die gesamte Übersicht finden Sie hier.

Sara Cincurova auf Longlist des britischen One World Media Award

29. April 2022. Wir freuen uns sehr, dass Sara Cincurova, slowakische Journalistin und M100 Alumna, es auf die Longlist des britischen One World Media Award 2022 in der Kategorie New Voice Award geschafft hat!
Ausgezeichnet werden junge Filmemacher oder Journalisten bis 32 Jahre, „die im Laufe des Jahres einen wesentlichen Beitrag zum internationalen Journalismus geleistet haben, unabhängig vom Medium“.

Sara hat in den vergangenen Monaten unermüdlich aus den verschiedensten Krisengebieten berichtet, zuletzt über den Krieg in der Ukraine. Eine ihrer Geschichten für das New York Magazine, „My journey out of Ukraine“ können Sie hier lesen. Wir gratulieren herzlich und drücken die Daumen für die Shortlist!

Sara Cincurova ist Menschenrechtsjournalistin aus der Slowakei, die sich auf Migration, Menschenrechte, humanitäre Fragen und Frauenrechte konzentriert. Ihre Arbeit wurde unter anderem in The Guardian, BBC, Al Jazeera, HuffPost und The New Humanitarian veröffentlicht. Mehr über Sara erfahren Sie hier.

M100YEJ: Der Umgang mit Fake News und Desinformation

25. März 2022. „Journalistische Unparteilichkeit in Zeiten des Krieges – Der Umgang mit Fake News und Desinformation“ lautet das Thema des diesjährigen M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ), der vom 10. bis 15. September in Potsdam und Berlin stattfindet.

Fake News haben Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, unsere Politik, unsere Wirtschaft, auf die Demokratie, die Meinungs- und Pressefreiheit und auf unsere Sicherheit.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine, der schon lange im Vorfeld von russischer Seite durch gezielte Falschinformationen vorbereitet wurde und auch im Krieg eine große Rolle spielt, zeigt dies in besonders drastischer Weise. Hier wird, parallel zum militärischen Krieg mit all seinem Leid und Schrecken, auch ein verbitterter Informationskrieg geführt, ein Krieg um Bilder, Emotionen, Deutungshoheit und Wahrheit.

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Olga Konsevych: „Die Kinder sind das Symbol dieses Krieges“

6. März 2022.Die Kinder sind das Symbol dieses Krieges“, schreibt Olga Konsevych in einem Artikel, der heute in der pro-Europäischen britischen Wochenzeitung „The New European“ erschienen ist. „Sie sind 15 – 20 Stunden in Evakuierungszügen unterwegs; sie schlafen unruhig in den überfüllten Waggons und schauen ängstlich durch die Fenster des Zuges, der sie ins Ungewisse bringt, auf die zerstörte Welt.
Olga Konsevych ist Chefredakteurin der Ukrainischen Nachrichtenplatform 24tv.ua und M100 Alumna. In ihrem Artikel beschreibt sie ihre Flucht aus Kiew und die Angst und Verzweiflung des ukrainischen Volkes.
Folgend finden Sie die deutsche Übersetzung ihres Textes, der hier im Original erschienen ist.

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Wir stehen an Eurer Seite!

2. März 2022. Wir zollen unserem M100 Media Award-Preisträger Vitali Klitschko, seinem Bruder Wladimir, Präsident Wolodymyr Selenskyj und all den mutigen Ukrainern, die sich den russischen Panzern entgegenstellten und für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und eine freie Ukraine kämpfen, unseren tiefsten Respekt und unsere Unterstützung!

Unermüdlich senden Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir Botschaften in die Welt. Stellen ihre Appelle in die Sozialen Medien, geben Interviews auf Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch.
Demonstrieren Stärke, bleiben an der Seite ihres Volkes und geben ihm Mut. Rufen die internationalen Partner, die Welt auf, an der Seite der Ukraine zu stehen „in diesem sinnlosen Krieg, der keine Gewinner, sondern nur Verlierer haben wird“.

Vitali Klitschko wurde – ebenso wie Präsident Selenskyj – oft belächelt und als unfähig und korrupt diskreditiert. Diese Zeiten sind vorbei. Sie stehen auf Putins Todesliste ganz oben, aber sie weigern sich, ihr Land, ihre Bevölkerung zu verlassen.

„Ich brauche Munition und keine Mitfahrgelegenheit“, antwortete Selenskyj den Amerikanern, die ihm anboten, ihn außer Landes zu bringen.

Sie sind Helden, denen unsere ganze Hochachtung und unsere gesamte Unterstützung gebührt.

Und wir zollen der russischen Bevölkerung Respekt, die gegen Putin auf die Straßen geht, sowie unabhängigen Journalisten wie Natalia Sindeeva, M100 Media Award-Preisträgerin 2017, die seit vielen Jahren gegen größte Widerstände und trotz Gefahr für Leib und Leben die Wahrheit berichten und sich nach Freiheit und Demokratie sehnen. Viele waren bereits Gäste beim M100 Sanssouci Colloquium und beim M100YEJ in Potsdam. Wir stehen auch an Eurer Seite.

#StandWithUkraine #SolidarityWithUkraine #NoWar #FreeNawalny

Statements unserer M100-Alumni in der Ukraine: Olesya Bida

1. März 2022. „Die Waffe der ukrainischen Journalisten sind geprüfte Informationen ohne russische Fälschungen. Fast alle meine Kollegen haben Kiew verlassen. Es ist jetzt wirklich gefährlich, hier zu sein. Wir arbeiten von verschiedenen Städten aus, aber ich hätte nie gedacht, dass unser Team so stark ist. Einige meiner Kollegen arbeiten von unterirdischen Unterkünften aus. Ich bin sehr stolz auf sie.“

Olesya arbeitet als Journalistin beim unabhängigen ukrainischen Medium hromadske.ua, das vor acht Jahren während der Maidan Revolution gegründet wurde.
Sie berichtet live aus den Straßen von Kiew, von zerstörten Gebäuden, traumatisierten Menschen, der Angst, aber auch der Hoffnung.
2016 hat sie am M100YEJ teilgenommen.
Twitter @OlesyaBida

„Nord Stream 2 ist nicht nur eine Pipeline, sondern ein Symbol“

23. Februar 2022. Interview mit Christoph Lanz, Mitglied des M100-Beirats und Head of Board Thomson Media, über den Russlandkonflikt und die Rolle Deutschlands. Das Interview führte Vazha Tavberidze, regelmäßiger Teilnehmer des M100 Sanssouci Colloquim, für den Georgischen Dienst von Radio Free Europe und wurde leicht gekürzt. Es erschien im Original am 15. Februar anlässlich des Besuchs von Bundeskanzler Scholz in Moskau.

Vazha Tavberidze: Wären Deutschland und Scholz bereit, in Sachen Nordstream 2 auf die Linie Washingtons einzuschwenken?

Christoph Lanz: Wenn im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen die Ukraine etwas passiert, bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir Nordstream 2 nicht in Betrieb nehmen werden, das ist sicher. Wenn die deutsche Regierung anders entscheidet, wenn Putin eine neue Aggression gegen die Ukraine startet und wir Nordstream 2 nicht in Betrieb nehmen, bedeutet das, dass es ihm gelungen ist, Europa zu spalten. Nord Stream 2 ist nicht mehr nur eine Pipeline, sondern jetzt auch ein Symbol.

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„In Kiew bleiben wir furchtlos. Aber der Krieg wird zur Kulisse des täglichen Lebens“

19. Februar 2022. Nataliya Gumenyuk hat einen emotionalen Text für den Guardian geschrieben, der heute veröffentlicht wurde.
Natalyia ist eine ukrainische Journalistin, die sich auf Außenpolitik und Konfliktberichterstattung spezialisiert hat. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des unabhängigen Internetsenders Hromadske.TV und hat 2016 am M100 Sanssouci Colloquium teilgenommen.

Auf ihrem Facebook-Profil leitete sie ihren Text mit sehr persönlichen Worten ein:
„Zuallererst tun mir im Moment die Menschen in Donezk und anderen Städten im Donbas leid, die nach Russland evakuiert werden sollen, mit all den Sirenen und den Menschen in den Schlangen vor den Tankstellen. Diese Hysterie ist überall in den lokalen Telegrammkanälen zu sehen. Ich habe heute Abend diese Kolumne für The Guardian über die Woche in der Ukraine geschrieben. Und obwohl ich nicht skeptisch war und immer noch denke, dass hier etwas inmitten des Chaos passieren kann (wie ein großer Stromausfall), sollten die Augen und Ohren im Donbas sein. Denn am Ende würden wieder diejenigen am meisten leiden, die diesen Krieg miterlebt haben.“

„Wir möchten, dass Russland nicht nur nach dem Angriff, sondern schon vor der Planung zur Rechenschaft gezogen wird“

16. Februar 2022. Heute hat der öffentliche rumänische Radiosender Radio România Iași, der in die rumänische Region Moldau sendet und auch in den meisten Teilen Moldawiens und Teilen der Ukraine verfügbar ist, ein Interview mit der stellvertretenden Chefredakteurin der nationalen öffentlichen Rundfunkanstalt der Ukraine, Olesia Tytarenko, veröffentlicht. Olesia Tytarenko wie auch der Interviewer Lucian Bălănuță sind Alumni von M100 und haben an Young European Journalists Workshops teilgenommen.

Das englisch geführte Telefoninterview finden Sie auf der Website von Radio Iași (am Ende des hier ins Deutsche übersetzten Textes):

Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union bemühen sich um eine Deeskalation der Lage in der Ukraine inmitten einer verstärkten russischen Militärpräsenz an den Grenzen Kiews. Der heutige Tag wird von mehreren westlichen Geheimdiensten als möglicher Tag einer militärischen Intervention Moskaus genannt. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich gestern nach Gesprächen in der russischen Hauptstadt darauf geeinigt, dass der Dialog fortgesetzt werden muss.

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Europaweite Umfrage des ECFR zum Ukraine-Konflikt

Mehrheiten in ganz Europa rechnen 2022 mit einer russischen Invasion in die Ukraine – und befürworten eine Verteidigung der Ukraine durch EU und NATO.

9. Februar 2022. Eine europaweite Umfrage des ECFR zeigt, dass überwiegende Mehrheiten in Deutschland (52%), Frankreich (51%), Italien (51%), Polen (73%), Rumänien (64%) und Schweden (55%) erwarten, dass Russland 2022 in die Ukraine einmarschieren wird. In Finnland teilt immerhin eine große Mehrheit (44%) diese Ansicht.

• Als Hauptverteidiger der ukrainischen Souveränität wird die NATO angesehen; die Europäer:innen sind aber auch der Meinung, dass die EU im Fall russischer Aggression hinter der Ukraine stehen sollte.

• Der Ukraine Unterstützung zukommen zu lassen, wird von vielen als ein vertretbares Risiko angesehen, wenngleich sich die meisten Menschen weniger engagiert zeigen, wenn es um die Rolle ihres Heimatlandes bei der Verteidigung der Ukraine geht.

• Nach Ansicht der Außenpolitikexperten Mark Leonard und Ivan Krastev werden die kommenden Wochen zeigen, „ob die Europäer:innen den Übergang von einer von Soft Power geprägten Welt zu einer von Resilienz geprägten schaffen können“ – und dass die landläufige Vorstellung, ein Krieg sei „undenkbar“, nicht mehr stimmt.

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