Wir stehen an Eurer Seite!

2. März 2022. Wir zollen unserem M100 Media Award-Preisträger Vitali Klitschko, seinem Bruder Wladimir, Präsident Wolodymyr Selenskyj und all den mutigen Ukrainern, die sich den russischen Panzern entgegenstellten und für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und eine freie Ukraine kämpfen, unseren tiefsten Respekt und unsere Unterstützung!

Unermüdlich senden Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir Botschaften in die Welt. Stellen ihre Appelle in die Sozialen Medien, geben Interviews auf Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch.
Demonstrieren Stärke, bleiben an der Seite ihres Volkes und geben ihm Mut. Rufen die internationalen Partner, die Welt auf, an der Seite der Ukraine zu stehen „in diesem sinnlosen Krieg, der keine Gewinner, sondern nur Verlierer haben wird“.

Vitali Klitschko wurde – ebenso wie Präsident Selenskyj – oft belächelt und als unfähig und korrupt diskreditiert. Diese Zeiten sind vorbei. Sie stehen auf Putins Todesliste ganz oben, aber sie weigern sich, ihr Land, ihre Bevölkerung zu verlassen.

„Ich brauche Munition und keine Mitfahrgelegenheit“, antwortete Selenskyj den Amerikanern, die ihm anboten, ihn außer Landes zu bringen.

Sie sind Helden, denen unsere ganze Hochachtung und unsere gesamte Unterstützung gebührt.

Und wir zollen der russischen Bevölkerung Respekt, die gegen Putin auf die Straßen geht, sowie unabhängigen Journalisten wie Natalia Sindeeva, M100 Media Award-Preisträgerin 2017, die seit vielen Jahren gegen größte Widerstände und trotz Gefahr für Leib und Leben die Wahrheit berichten und sich nach Freiheit und Demokratie sehnen. Viele waren bereits Gäste beim M100 Sanssouci Colloquium und beim M100YEJ in Potsdam. Wir stehen auch an Eurer Seite.

#StandWithUkraine #SolidarityWithUkraine #NoWar #FreeNawalny

Statements unserer M100-Alumni in der Ukraine: Olesya Bida

1. März 2022. „Die Waffe der ukrainischen Journalisten sind geprüfte Informationen ohne russische Fälschungen. Fast alle meine Kollegen haben Kiew verlassen. Es ist jetzt wirklich gefährlich, hier zu sein. Wir arbeiten von verschiedenen Städten aus, aber ich hätte nie gedacht, dass unser Team so stark ist. Einige meiner Kollegen arbeiten von unterirdischen Unterkünften aus. Ich bin sehr stolz auf sie.“

Olesya arbeitet als Journalistin beim unabhängigen ukrainischen Medium hromadske.ua, das vor acht Jahren während der Maidan Revolution gegründet wurde.
Sie berichtet live aus den Straßen von Kiew, von zerstörten Gebäuden, traumatisierten Menschen, der Angst, aber auch der Hoffnung.
2016 hat sie am M100YEJ teilgenommen.
Twitter @OlesyaBida

„Nord Stream 2 ist nicht nur eine Pipeline, sondern ein Symbol“

23. Februar 2022. Interview mit Christoph Lanz, Mitglied des M100-Beirats und Head of Board Thomson Media, über den Russlandkonflikt und die Rolle Deutschlands. Das Interview führte Vazha Tavberidze, regelmäßiger Teilnehmer des M100 Sanssouci Colloquim, für den Georgischen Dienst von Radio Free Europe und wurde leicht gekürzt. Es erschien im Original am 15. Februar anlässlich des Besuchs von Bundeskanzler Scholz in Moskau.

Vazha Tavberidze: Wären Deutschland und Scholz bereit, in Sachen Nordstream 2 auf die Linie Washingtons einzuschwenken?

Christoph Lanz: Wenn im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen die Ukraine etwas passiert, bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir Nordstream 2 nicht in Betrieb nehmen werden, das ist sicher. Wenn die deutsche Regierung anders entscheidet, wenn Putin eine neue Aggression gegen die Ukraine startet und wir Nordstream 2 nicht in Betrieb nehmen, bedeutet das, dass es ihm gelungen ist, Europa zu spalten. Nord Stream 2 ist nicht mehr nur eine Pipeline, sondern jetzt auch ein Symbol.

weiterlesen „Nord Stream 2 ist nicht nur eine Pipeline, sondern ein Symbol“

„In Kiew bleiben wir furchtlos. Aber der Krieg wird zur Kulisse des täglichen Lebens“

19. Februar 2022. Nataliya Gumenyuk hat einen emotionalen Text für den Guardian geschrieben, der heute veröffentlicht wurde.
Natalyia ist eine ukrainische Journalistin, die sich auf Außenpolitik und Konfliktberichterstattung spezialisiert hat. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des unabhängigen Internetsenders Hromadske.TV und hat 2016 am M100 Sanssouci Colloquium teilgenommen.

Auf ihrem Facebook-Profil leitete sie ihren Text mit sehr persönlichen Worten ein:
„Zuallererst tun mir im Moment die Menschen in Donezk und anderen Städten im Donbas leid, die nach Russland evakuiert werden sollen, mit all den Sirenen und den Menschen in den Schlangen vor den Tankstellen. Diese Hysterie ist überall in den lokalen Telegrammkanälen zu sehen. Ich habe heute Abend diese Kolumne für The Guardian über die Woche in der Ukraine geschrieben. Und obwohl ich nicht skeptisch war und immer noch denke, dass hier etwas inmitten des Chaos passieren kann (wie ein großer Stromausfall), sollten die Augen und Ohren im Donbas sein. Denn am Ende würden wieder diejenigen am meisten leiden, die diesen Krieg miterlebt haben.“

M100 Special Talk “The Totalitarian Temptation” mit Can Dündar, Claudia Major und Saad Mohseni

Saad Mohseni, afghanisch-australischer Medienunternehmer und Mitbegründer und Vorsitzender der MOBY Group, Dr. Claudia Major, Leiterin der Abteilung Internationale Sicherheit bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), und Dr. Can Dündar, türkischer Top-Journalist und Chefredakteur von Özgurüz, diskutieren im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquiums über den Zustand der Demokratie und Gründe für den aufstrebenden Totalitarismus in der Welt

Moderiert wird die Diskussion von dem renommierten internationalen Fernsehmoderator Ali Aslan.

Der Special Talk findet am Mittwoch, dem 6. Oktober um 17.30 Uhr (MEZ) im Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam statt. Die Veranstaltung wird live gestreamt auf www.m100potsdam.org .

weiterlesen M100 Special Talk “The Totalitarian Temptation” mit Can Dündar, Claudia Major und Saad Mohseni