Start des M100YEJ „Reporting in Crises and the Crisis in Reporting”

Potsdam, 10. September 2021. Heute startet unser M100Young European Journalists Workshop zum Thema „Reporting in Crises and the Crisis in Reporting” online auf Zoom!

16 aufstrebende, engagierte Journalistinnen und Journalisten aus Bulgarien, Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Litauen, Mazedonien, Rumänien und Russland wurden ausgewählt, um in praxisorientierten Workshops zu diskutieren und zu analysieren, wie Medien im Allgemeinen und Journalisten im Besonderen in einer Zeit der scheinbar immerwährenden Krise Orientierung geben können. Besonderes Augenmerk wird auf Strategien und konkrete Werkzeuge gelegt, die den Medienmachern für einen zukunftsorientierten, glaubwürdigen und belastbaren Journalismus zur Verfügung stehen, der auf sein Publikum eingeht.

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Angelos Athanasopoulos: Vier Dimensionen für bessere Resilienz

Angelos Athanasopoulos, Chefredakteur Politik der griechischen Tageszeitung „To Vima“ und Teilnehmer des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums, beschreibt, was aus seiner Sicht während der COVID-Pandemie falsch gelaufen ist und was einzelne Länder und die EU machen können, um ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern:

„Die COVID-19-Krise hat gezeigt, dass die Regierungen in der Lage sind, mit außerordentlicher Flexibilität, Innovation und Entschlossenheit auf eine große globale Krise zu reagieren. Neue Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass im Vorfeld viel mehr hätte getan werden können, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken, und dass viele Maßnahmen das Vertrauen und die Transparenz zwischen Regierungen und ihren Bürgern während der Pandemie untergraben haben könnten.

Resilienz ist die Fähigkeit, nicht nur Herausforderungen zu widerstehen und sie zu bewältigen, sondern auch Übergänge auf nachhaltige, faire und demokratische Weise zu bewältigen. Die Länder haben Tausende von Notverordnungen erlassen, oft im Schnellverfahren, um den Auswirkungen der Pandemie zu begegnen. Ein gewisser Abbau von Standards ist in einer Notsituation unvermeidlich, muss aber in Umfang und Zeit begrenzt sein, um zu vermeiden, dass die Bürger die Kompetenz, die Offenheit, die Transparenz und die Fairness der Regierung negativ wahrnehmen.

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M100 Media Award an Alexei Nawalny

• Christian Lindner hält die Laudatio
• Preisverleihung am 6. Oktober im Schlosstheater des Neuen Palais, Potsdam

Potsdam, 3. September 2021. Der diesjährige M100 Media Award wird an den russischen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny und seine Stiftung FBK (Anti-Corruption Foundation) verliehen. Den Preis für den seit Januar inhaftierten Nawalny nimmt sein engster Mitarbeiter und Vertrauter Leonid Volkov entgegen. Die Laudatio hält der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner, der sich seit Monaten für die Freilassung Nawalnys einsetzt.

„Alexei Nawalny ist ein unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit, Transparenz und Demokratie“, so Lindner. „Trotz rechtswidriger Haft kämpft er weiter für ein freies und demokratisches Russland. Es ist mir eine Ehre, die Laudatio beim M100 Media Award auf Alexei Nawalny halten zu dürfen.“

„Ich bin geehrt und stolz, den M100 Media Award im Namen von Alexei Nawalny und der Anti-Corruption Foundation entgegenzunehmen“, sagt Leonid Volkov. „Es ist sehr wichtig, dass seine und unsere Aktivitäten, mit denen wir in den letzten 10 Jahren auf Korruption aufmerksam gemacht haben und die Botschaft von Freiheit durch soziale Medien verbreitet haben, auch in Europa anerkannt werden.“

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Alexandra Borchardt: „Zuhören statt Zuspitzen!“

Wir haben einige unsere Speaker um Statements zum Thema des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums gebeten.
Alexandra Borchardt, Senior Research Associate, Reuters Institute for the Study of Journalism, schreibt:

„Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Journalismus ist während der Pandemie in den meisten Demokratien gestiegen. Das widerspricht dem, was so manche Politiker suggerieren, die lieber ihre eigene Version der Wahrheit verbreitet sehen wollen. Jetzt müssen die Medien diesen Vertrauensvorschuss nutzen. Ein Journalismus ist gefragt, der sein Publikum ernst nimmt und in einer Welt der Über-Information einen Mehrwert bietet. Dazu gehört auch die Suche nach Perspektiven, nach Nuancen und Verständigung in einer sich immer stärker polarisierenden Welt. Zuhören statt zuspitzen könnte das Motto eines solchen erhellenden Journalismus sein.“

Eine Übersicht über die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden Sie hier.

Der VDZ unterstützt das M100 Sanssouci Colloquium

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) unterstützt das M100 Sanssouci Colloquium!
Der VDZ ist seit 1992 eine starke Gemeinschaft, in der rund 500 meist mittelständische Verlage organisiert sind und gemeinsam mehr als 6.000 Zeitschriftenmarken herausgeben. Sie vertreten die publizistischen, kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitschriftenverlage im In- und Ausland und setzen sich für eine freie und demokratische Berichterstattung und Gesellschaft ein.

M100 diskutiert Politik für eine post-pandemische Welt

• Benjamin H. Bratton und Andreas Reckwitz eröffnen M100 Sanssouci Colloquium am 6. Oktober
• Strategien aus der Dauerkrise Thema der internationalen Medienkonferenz
• M100 Media Award im Schlosstheater des Neuen Palais, Potsdam

Potsdam, 11. August 2021. Kein anderes Ereignis hat Politik, Gesellschaft und Medien weltweit so stark verändert und auf den Prüfstand gestellt wie Covid-19. Welche Lehren wir aus der Pandemie ziehen müssen, um unsere Demokratien widerstandsfähiger zu machen, ist das Thema des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums. Unter dem Titel „From Crisis in Perpetuity to Democratic Resilience“ („Von der Dauerkrise zu demokratischer Resilienz“) findet die internationale Medienkonferenz am 6. Oktober im Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam in einem hybriden Format statt.

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Wir danken Reporter ohne Grenzen für die anhaltende Partnerschaft!

Die 1985 in Montpellier gegründete Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) dokumentiert weltweit Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit und alarmiert die Öffentlichkeit, wenn Journalistinnen und deren Mitarbeiter in Gefahr sind.
RSF setzt sich für mehr Sicherheit und besseren Schutz von Journalistinnen und Journalisten ein, kämpft online wie offline gegen Zensur, gegen den Einsatz sowie den Export von Zensur-Software und gegen restriktive Mediengesetze.
Wir sind dankbar für die anhaltende starke Partnerschaft!

M100 ALUMNI GESUCHT!

Durch den seit 2005 stattfindenden M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) hat sich ein enges Netzwerk junger Journalistinnen und Journalisten aus ganz Europa gebildet, von denen bis heute ein großer Teil miteinander verbunden ist. Der Workshop richtet sich an Nachwuchsjournalisten und Jungredakteure zwischen 18 und 28 Jahren aus Europa, den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland, zum Teil aber auch an Journalisten aus der MENA-Region.

Derzeit bauen wir eine aktive M100-Alumni-Gruppe mit ehemaligen Teilnehmern auf, um uns noch enger miteinander zu vernetzen und Ideen zu Themen wie Demokratie, Pressefreiheit und Journalismus, Klimawandel, Factchecking, Daten, Bildung und vieles mehr auszutauschen. Gemeinsam wollen wir Projekte auf den Weg bringen und mit anderen Partnern Seminare und generationenübergreifende Debatten initiieren und durchführen.

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Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützt das M100 Sanssouci Colloquium

Wir danken dem Medienboard Berlin-Brandenburg, das das M100 Sanssouci Colloquium von Beginn an unterstützt! Wir freuen uns ebenfalls sehr über diese starke Partnerschaft!

Das Medienboard sorgt für die nationale und internationale Präsentation und Profilierung des Film- und Medienstandorts Berlin-Brandenburg und fördert Maßnahmen zur Entwicklung, Professionalisierung und Präsentation des Film- und Medienstandorts Berlin-Brandenburg.