M100YEJ 2017

Zusammenfassung

M100 YOUNG EUROPEAN JOURNALISTS WORKSHOP 2017

“How to Finance Independent Journalism – Education, Platforms, and Business Models”

7. – 15. September 2017, Potsdam

Der M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) fand 2017 zum 13. Mal statt. Über 60 hochqualifizierte junge Journalistinnen und Journalisten aus allen Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Moldau und Ukraine) sowie aus Russland haben sich in diesem Jahr für den M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) mit dem Titel „Wie finanziert man unabhängigen Journalismus?“ beworben. 15 Bewerber wurden ausgewählt, um vom 8. bis 11. September in Potsdam gemeinsam an Konzepten für unabhängige journalistische Plattformen und Projekte zu arbeiten und mit Hilfe professioneller, erfahrener Trainer verschiedene Finanzierungsmodelle vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Heimatländer zu entwickeln.

Die Herausforderungen und Hürden in Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland sind besonders hoch. Die Medien befinden sich oft in staatlicher oder privater Hand und dienen vor allem dazu, politische und ökonomische Interessen ihrer Eigentümer oder der Regierung zu unterstützen. Die Betreiber der wenigen existierenden unabhängigen journalistischen Portale und Medien leiden dagegen häufig unter großem politischen und ökonomischen Druck oder werden sogar bedroht. So sind Medien, die objektive, verlässliche Informationen bieten, nur dünn gesät, was wiederum der Verbreitung von Propaganda Tür und Tor öffnet. Daher ist es Ziel des M100YEJs, den ausgewählten Journalistinnen und Journalisten vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und rechtlichen Bedingungen ihrer Heimatländer ein anspruchsvolles Training zu verschiedenen Finanzierungsmodellen zu bieten.

Während des siebentägigen Workshops erhielten die Teilnehmer ein intensives Training. Mit der Unterstützung von professionellen und erfahrenen Trainer entwickelten die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam eigene unabhängige journalistische Projekte und präsentierten sie bei einer Pitchveranstaltung, zu der verschiedene Stiftungen eingeladen waren. Im Anschluss konnten die Teilnehmer bei einer zweitägigen Hospitanz Einblicke in deutsche Medienhäuser erhalten. Dabei entstanden zwei Artikel (veröffentlicht in Die Welt und der Huffington Post) und eine Live-Radiosendung (Alex Berlin). Der Workshop endete am 14. September mit der Teilnahme am M100 Sanssouci Colloquium.

Bei der internationalen Medienkonferenz trafen sich 80 hochkarätige Chefredakteure, Historiker und Vertreter politischer Institutionen in der Orangerie in Potsdam, um unter dem Titel „Demokratie oder Despotie? Die Renaissance der dunklen Mächte“ über aktuelle gesellschafts- und medienpolitische Entwicklungen zu diskutieren.

Der M100 Young European Journalists Workshop ist eine Initiative der Stadt Potsdam und von Potsdam Media International e.V. Der M100YEJ 2017 wurde vom Auswärtigen Amt und der ZEIT-Stiftung unterstützt. Kooperationspartner sind Netzwerk Recherche, European Youth Press, Press Club Belarus, Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ), Orange Magazine und der Verein junger Journalisten in Armenien.


Donnerstag, 7. September
Nach ihrer Ankunft in Potsdam wurden die jungen Journalisten bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant von Projektleiterin Sabine Sasse und Projektkoordinatorin Sophia Wellek begrüßt. In einer geschlossenen Facebook-Gruppe konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits vorher untereinander in Kontakt treten, Erfahrungen teilen und Fragen zum Workshop stellen; beim Willkommenstreffen trafen sie sich dann zum ersten Mal persönlich.

Zu Beginn erhielten sie eine Einführung über Programm und Hintergrund des M100YEJs, des M100 Sanssouci Colloquiums und über die Kooperationspartner Orange Magazine, European Youth Press und Press Club Belarus. Die dauerhaften Kooperationspartner European Youth Press und Orange Magazine wurden von Marina Savchenko, die auch über den M100YEJ berichtete, vertreten. Alle Videos und Artikel sind auf der Website des Orange Magazine veröffentlicht. Im Anschluss stellten die Teilnehmer sich selbst und ihre Erwartungen an den Workshop vor. Da die Teilnehmer sich vor dem Workshop noch nicht kannten, waren die Präsentationen sehr hilfreich, um gemeinsame Interessen und Ziele zu erkennen und Projektgruppen zu bilden.


Freitag, 8. September
Zu Beginn des Workshops, der im Medieninnovationszentrum (MIZ) in Babelsberg stattfand, erhielten die Teilnehmer von Gideon Lehmann, Leiter für Kundenprojekte unseres Kooperationspartners Sourcefabric, eine Einführung zum Liveblog, den die Teilnehmer nicht nur für den Workshop, sondern auch für das M100 Sanssouci Colloquium nutzten. (Hier geht’s zum Liveblog auf der Website).

WORKSHOP 1:
Galina Timchenko, Meduza.io: “12 steps path to media business HELL” – Gründung und rechtliche Grundlagen

Workshop 1: Galina Timchenko

Workshopleiterin des 1. Seminars war die russische Journalistin Galina Timchenko, die für Russlands führende Zeitung „Kommersant” und die Nachrichtenwebsite Lenta.ru gearbeitet hat.
Nachdem sie 2014 aus politischen Gründen vom Herausgeber von Lenta.ru gekündigt worden war, gründete sie das russischsprachige online Medium Meduza, das eine Alternative zu den Informationen staatlich kontrollierter Medienagenturen und Internet-Bots des Kremls bietet. Da Galina eine Expertin im Einsatz für unabhängigen Journalismus in Osteuropa und Russland ist, konnten die Teilnehmer sowohl von ihrem theoretischen Wissen als auch von ihrem praktischen Rat in Bezug auf eingeschränkte Pressefreiheit in Russland profitieren.
Galina empfahl einen „12 steps path to media business HELL“ – 12 Schritte Weg in die Hölle der Medienwirtschaft. In den ersten Schritten wurden vor allem relevante Themen zur Gründung eigener Medienprojekte thematisiert, wie z.B. die Entwicklung einer Mission und eines Mantras, die Analyse der Konkurrenz und der aktuellen Medientrends, die Priorisierung verschiedener Ziele und die Auswahl passender CMS-Programme, Plattformen, Monetarisierungsmöglichkeiten oder dem richtigen Team.
Der zweite Teil richtete sich auf die Finanzierung von Medien-Start-ups, wie zum Beispiel Rechnungslegung oder Werbeträgeranalyse. Abschließend gab Galina Ratschläge zum Produkt, der Verteilung und der Produktevaluierung nach der Markteinführung.
Galinas Workshop vermittelte den Teilnehmern relevantes Wissen für die Gründung eines eigenen Medienprojekts. Ein Spiel am Ende des Workshops half den Teilnehmern, ein erstes Brainstorming von potentiellen Projektideen durchzuführen und auch unbekannte Projekte überzeugend zu präsentieren. Abschließend gab Galina den Teilnehmern noch einen Rat mit auf den Weg, damit sie ihren Idealismus nicht verlieren und ihre Unabhängigkeit aufrechterhalten: „Ich werde niemals zulassen, dass der Inhalt meiner Plattform von jemand anderem kontrolliert wird. Deshalb nahm ich auch nicht das Geldangebot von Michail Chodorkowski an, der uns sieben Millionen Euro im Austausch für 100 Prozent Kontrolle über unsere Medienplattform bot”.

Samstag, 9. September
WORKSHOP 2:
Jakub Górnicki, Outride.rs: “Building up a New Journalism Project/Start-up & Fundraising“

Workshop 2: Jakub Gornicki
Workshop 2: Jakub Górnicki

Den zweiten Workshop leitete der polnische Blogger und Journalist Jakub Górnicki. Er verbindet neue Technologien mit Journalismus, Blogging, Regierungsverantwortung und Transparenz. Jakub gründete Outriders, um Brücken zwischen den Kulturen und Gesellschaften durch eine originelle Berichterstattung und innovative Erzählweise mit globalen Perspektiven zu bilden.

Jakub hat vor 10 Jahren selbst am M100YEJ teilgenommen und konnte daher sehr gut nachvollziehen, in welcher Lage sich die Teilnehmer befinden und an was sie arbeiten können, um ihre Ziele zu erreichen. Jakub legt vor allem Wert auf die Vermittlung von praktischem Wissen und Fähigkeiten, was für die Teilnehmer am zweiten Workshop-Tag besonders wichtig war, weil sie zum ersten Mal Gruppen bildeten und erste Projektideen vorstellten.
Jakub unterstütze die jungen Journalisten bei der Vorbereitung der Pitch-Veranstaltung mit konstruktivem Rat und seinem sehr praktischen Ansatz. Eine Aufgabe war, ein MVP (= minimal value product) vorzustellen und dabei in kürzester Zeit die eigenen Projekte prägnant vorzustellen, um die Kernidee klar zu formulieren und Unklarheiten zu beseitigen.
Im Anschluss wurden bereits existierende Projekte wie zum Beispiel BuzzFeed oder Atlatszo.hu vorgestellt und analysiert. Zudem gab Jakub konstruktive Hilfestellungen für die Pitchveranstaltung.

Folgende Fragestellung mussten während den Präsentationen beantwortet werden:
– Warum ist das Projekt jetzt notwendig?
– Was sind aktuelle Herausforderungen?
– Was ist die Lösung?
– Wettbewerber?
– Was wird noch benötigt?
– Welche Lösung kann das Projekt bieten?
– Was ist der Wert des Projekts?
– Wie funktioniert es?
– Wie setzt sich das Team zusammen?
– Was wurde bis jetzt unternommen?
– Was sind die nächsten Schritte?
– Wie kann das Projekt realisiert werden?

Nach mehrfachen Präsentationen der Projekte und individuellen Ratschlägen gab Jakub außerdem Empfehlungen für Finanzierungsmöglichkeiten. Er stellte Crowdfundingplattformen, erfolgreiche und missglückte Kampagnen, Förderer und Investoren vor, die auf die Länder der Östlichen Partnerschaft und Russland spezialisiert sind. Außerdem gab er generelle Ratschläge für die Vorgehensweise bei der Ansprache von Geldgebern.

Sonntag, 10. September:
WORKSHOP 3:
Justin Varilek, Hackpack.press: “Nachhaltiger Journalismus ist verantwortlicher Journalismus: Finanzierung deiner Leidenschaft”

Workshop 3: Justin Varilek
Workshop 3: Justin Varilek

ustin Varilek ist CEO und Gründer von HackPack.press. Die globale Plattform ermöglicht Unternehmen, Medienschaffende auf der ganzen Welt zu finden und zu engagieren. Derzeit sind über 8.000 Journalisten, Fotografen und Filmemacher bei HackPack registriert. Justins Workshop baute auf Jakubs Programm auf, sodass die Teilnehmer auf Basis der Ergebnisse des vorherigen Workshop-Tages weiterarbeiten konnten.

Das Training war sehr praktisch angelegt, sodass die Teilnehmer am Ende des Workshops fit und bereit für die Pitch-Veranstaltung waren. Ein „Elevator Pitch” half den jungen Journalisten, bei der Vorstellung ihrer Projekte Prioritäten treffen zu können. Da Justin sein Start-up gerade erst neu gegründet hat, profitierten die Teilnehmer stark von seinen Erzählungen über Hackpack. Beim Thema Finanzierungsmöglichkeiten empfahl er, sich so viele Finanzierungsmöglichkeiten wie möglich offen zu halten und nicht nur auf einer Möglichkeit zu beharren. Er gab einen Überblick über potentielle Einkommensquellen, wie zum Beispiel durch Social Media, Markenbildung und Content-Marketing.

Außerdem führte er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Paywalls, Marktdaten und Ausbildungsmöglichkeiten ein und gab persönliche Ratschläge zu Crowdfunding, Stipendien, Regierungsfinanzierung, NGO-Finanzierung und anderen Finanzierungsoptionen.

 

Montag, 11. September:

WORKSHOP 4:
Brigitte Alfter, Journalismfund.eu: “Kollaborativer Journalismus”

Workshop 4: Brigitte Alfter
Workshop 4: Brigitte Alfter

Brigitte Alfter ist eine deutsch-dänische Journalistin, die seit über 20 Jahren auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene über europäische Angelegenheiten berichtet. Sie arbeitete in einigen grenzüberschreitenden Teams, unter anderem bei ICIJ.
Seit 2007 entwickelt sie europäische Aktivitäten bei Journalismfund.eu, einer belgischen Organisation, die sich für investigativen, unabhängigen Journalismus in Europa einsetzt. Ihr ‘Handbuch zu Cross-Border Journalismus’ wurde 2015 auf Dänisch und 2017 auf Deutsch veröffentlicht.
Ihr vertieftes Wissen über Cross-Border-Journalismus war für die M100YEJ-Journalisten besonders hilfreich.
Kollaborativer Cross-Border-Journalismus ist ein weit verbreitetes Konzept. Beste Beispiele sind die Panama Papers oder die FootballLeaks. Während des Workshops wurden die Pioniere vorgestellt und Stärken und Schwächen anhand von Beispielen identifiziert. Die Teilnehmer erhielten außerdem Informationen über den Kontext und Hintergrund des Konzepts, um das notwendige Network mit Kollegen in anderen Ländern entwickeln zu können.

11. September, 19 Uhr:
Pitch-Veranstaltung in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin

Pitchevent mit der Thomson Stiftung, Robert-Bosch-Stiftung, N-Ost, ZEIT Stiftung, Tazpanter Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung
Pitch-Veranstaltung unter Teilnahme der Thomson Stiftung, Robert-Bosch-Stiftung, N-Ost, ZEIT Stiftung, Tazpanter Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung

Am Abend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ergebnisse und Leistungen der letzten vier Workshoptage hochrangigen Stiftungen wie der Konrad-Adenauer-Stiftung, ZEIT Stiftung, Thomson Foundation, n-ost, Robert-Bosch- Stiftung sowie der taz-Panter-Stiftung vorzustellen. Nach dem Pitch der sechs Projekte erhielt jede Gruppe ein persönliches Feedback. Im Anschluss konnten die M100YEJ-Teilnehmer in Einzelgesprächen über weitere Schwächen und Stärken ihrer Projekte diskutieren und sich mit den Vertretern der Stiftungen über eine zukünftige Zusammenarbeit oder finanzielle Unterstützung austauschen.


Dienstag, 12. September und Mittwoch, 13. September:

Hospitanzen bei ALEX Berlin, Deutsche Welle, HuffPost Deutschland, rbb24, DIE WELT

Hospitanz Huffpost
Unser Team bei der HuffPost

 

Internship at Alex Berlin
Nadzeya und Ivan bei Alex Berlin

Dienstag und Mittwoch hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, bei fünf deutschen Medienhäusern zu hospitieren. Bei jeder Hospitanz wurden verschiedene Aufgaben verfolgt. Während vier Journalisten bei ALEX Berlin ihre eigene Live-Radiosendung vorbereiten und ausstrahlen durften, recherchierten die Hospitanten bei der WELT und der Huffington Post über die Berichterstattung in russischen Medien über die Bundestagswahl und was die Möglichkeit, wählen zu gehen, in osteuropäischen Ländern bedeutet. Die daraus entstandenen Artikel wurden veröffentlicht (s. u.).
Die Hospitanzen bei DW und rbb gaben vor allem Einblicke ich verschiedene Abteilungen und Ausflüge zu politisch relevanten Orten ermöglicht. Ziel des M100YEJs war nicht nur die Vermittlung von theoretischem Wissen, sondern auch die praktische Anwendung durch konkrete Projekte bei den deutschen Medienhäusern oder der Pitch-Veranstaltung.

Die Links zu den Artikeln in der „Welt“ und der „Huffington Post“ finden Sie hier:

„Merkel kämpft um jede Stimme“: Wie Russlands Medien auf die Bundestagswahl blicken
in: Huffington Post, 17.09.2017
Verschwörungstheorien, Hitler-Vergleiche und ein angeblicher junger Geliebter. Das sind die Elemente, die die Berichterstattung russischer Kreml-naher Medien über die bevorstehende Bundestagswahl kennzeichnen.
http://www.huffingtonpost.de/2017/09/17/russlands-sicht-auf-die-bundestagswahl_n_18020614.html

„Liebe Deutsche, geht zur Wahl. Ihr habt dieses wunderbare Privileg“
in: WELT, 19.09.2017
„Drei junge osteuropäische Journalisten waren im Rahmen der Medienkonferenz M 100 in Berlin und hospitierten im Newsroom der WELT. Jetzt schreiben Dumitru, Victoria und Anton darüber, was ihnen Wahlen bedeuten.“
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article168790562/Liebe-Deutsche-geht-zur-Wahl-Ihr-habt-dieses-wunderbare-Privileg.html#Comments

Germany and Moldova: same electoral system, two different realities
in: Moldova.org, 20/09/2017
The German federal election is only four days away and is becoming the major topic for the most media outlets. Based on the current predictions, it looks like Angela Merkel’s Christian Democratic Union party with its ally, the Christian Social Union, will win most of the votes after 24th September. However, they will still seek for a coalition in order to form a majority.
http://www.moldova.org/en/germany-moldova-electoral-system-two-different-realities/

Radiosendung bei Alex Berlin:

www.alex-berlin.de
Die Sendung kann auf Anfrage zugeschickt werden.

 

Donnerstag, 15. September:

M100 SANSSOUCI COLLOQUIUM

M100YEJ 2017 beim Sanssouci colloquium
M100YEJ 2017 beim Sanssouci Colloquium

Der Workshop endete mit der Teilnahme am M100 Sanssouci Colloquium “Demokratie oder Despotie? Die Renaissance der dunklen Mächte”, bei dem rund 80 Teilnehmer aus ganz Europa und den USA zu den drei Themen “The Dawning of a New Age”, “Failing Democracy?” und “The New(s) Media“ diskutierten. Glanzvoller Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des M100 Media Awards an die russische Gründerin und Geschäftsführerin von Doshd TV Natalja Sindejewa.
Während des M100 Sanssouci Colloquiums waren die jungen Journalisten für den Liveblog verantwortlich. (Hier gehts zum Liveblog).
Weitere sechs Teilnehmer hatten die Möglichkeit, neben den hochkarätigen Chefredakteuren, Historikern und Vertretern politischer Institutionen am Tisch zu sitzen und aktiv an den Diskussionen der Konferenz teilzunehmen.

Narine Daneghyan, Can Dündar und Manvel Keshishyan

Die Teilnahme der jungen Journalisten war vor allem für ihr Netzwerk sehr wichtig. Während den Pausen konnten sie Kontakte zu relevanten Teilnehmern des M100 Sanssouci Colloquiums wie zum Beispiel dem prominenten türkischen Journalisten Can Dündar knüpfen und Verbindungen zu potentiellen Arbeitgebern schaffen.

 

 

 

Feedback der M100YEJ-Teilnehmer

Ivan Bevz, einer unserer kreativen Teilnehmer aus Russland, hat uns seine Zeichnungen mit Gedanken und Kommentaren zu den drei Sessions des M100 Sanssouci Colloquiums zur Verfügung gestellt.

 

„M100 ist buchstäblich, wie eine richtige Welle in einem riesigen Ozean aktueller Medientrends zu erwischen.“ (Tatiana Kondratenko, 23, Russland)

„Der Workshop hat mich auf meinem beruflichen Weg enorm unterstützt und inspiriert. Jetzt habe ich die Werkzeuge, und es ist an der Zeit, sie zu benutzen.“ (Nadzeya Prasvirava, 21, Belarus)

„Im Journalismus dreht sich alles um Verbindungen. M100YEJ hat mir geholfen, ein europaweites Netzwerk von professionellen Kontakten aufzubauen, das, da bin ich mir sicher, sehr nützlich für meine Medienkarriere sein wird.“ (Vladislav Kovalevski, 22, Belarus)

„Der Workshop war eine großartige Gelegenheit für mich sowie für die Medieninstitution, für die ich gearbeitet habe, um zu lernen, wie wir unsere Finanzierungsmöglichkeiten diversifizieren können. Ich habe auch die zwei Tage Praktikum bei DIE WELT genossen, es war ein faszinierendes Erlebnis.“ (Victoria Colesnic, 24, Moldawien)

„Ich möchte meine Dankbarkeit gegenüber dem M100YEJ Workshop zum Ausdruck bringen. Für mich, einer frischgebackenen Hochschulabsolventin, war es sehr wichtig und genau zur rechten Zeit, herauszufinden, wie es weitergeht und in welche Richtung ich meine berufliche Entwicklung lenken kann. Alle Meetings, Workshops und organisatorischen Teile wurden in hoher Qualität vorbereitet. Ich bin sehr glücklich, ein Alumna dieses Programms und ein Teil dieser großen Familie zu sein.“ (Teona Goderdzishvili, 24, Georgien)

„Ich sage es geradeheraus: Der Workshop hat mich zu einer anderen Person gemacht. Nicht zuletzt zu einer anderen Art von Journalist. Meine Ansichten haben sich geändert, die Art und Weise, wie ich meinen Beruf wahrnehme, hat sich verändert. Ich habe angefangen, meine Möglichkeiten anders zu sehen. Mir wurde Hoffnung gegeben, es hat mich glauben lassen, dass alles verändert werden kann: und das Wissen, das ich gewonnen habe, wird mir dabei helfen. Das Wichtigste ist, dass es in die Praxis umgesetzt werden kann. Ich muss zugeben, dass ich anfangs Zweifel hatte. Aber der Professionalismus und die Erfahrung unserer Trainer und anderer Leute, die uns auf diesem kurzen, aber faszinierenden Weg begleitet haben, haben mich davon überzeugt, dass mein Bestreben, eine unabhängige Medienplattform zu schaffen, realistisch ist und dass diese Tatsache Optimismus weckt. Ich bin sehr dankbar für die Chance, die mir gegeben wurde, für die Trainings. Das Praktikum, das Pitch-Event und das Colloquium, alle haben mich besser gemacht. Und das ist erst der Anfang des Weges.” (Dumitru Cobzari, 24, Moldawien)

LINKS:

M100 YEJ Video:
https://youtube/15wcl0U885c

PNN Coverage of the M100YEJ Workshop:
http://www.pnn.de/potsdam/1212561/

Photos, concept, agenda and participants:
http://www.m100potsdam.org/en/m100/m100-young-european-journalists/

Liveblog:
http://www.m100potsdam.org/en/liveblog/

Orange Magazine Coverage:
http://www.orangemagazine.eu/editions/m100-young-european-journalists-2017/