Bewerbung 2019

M100 Young European Journalists Workshop 2019

Lesen in der digitalen Welt – Innovativer Journalismus

09. – 18. September 2019, Potsdam & Berlin
Bewerbungsschluss: 16. Juni 2019

 

Der M100 Young European Journalists Workshop

Der M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) ist Teil der renommierten jährlichen internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium (M100SC), die dieses Jahr sein 15-jähriges Jubiläum feiert. Der Workshop richtet sich an eine junge Generation von Journalisten und Journalistinnen im Alter von 18 bis 26 Jahren aus Europa, den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Azerbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, Ukraine) und Russland. Neben der Vermittlung von praktischem und theoretischem Wissen zur journalistischen Arbeit ist eine langfristige Vernetzung zwischen den Teilnehmern angestrebt. Für unsere fünfzehn Journalisten aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland, ist der Workshop oft die erste Gelegenheit, ein westeuropäisches Land kennen zu lernen. Gleichzeitig kennen die zehn europäischen Teilnehmer oft noch keine Journalisten aus Ländern mit eingeschränkter Meinungsfreiheit. Der Austausch bietet daher die einmalige Chance, die unterschiedlichen Bedingungen und Herausforderungen für Journalismus in verschiedenen politischen und sozialen Systemen kennen zu lernen. Bisherige Workshops finden große Resonanz: Auch viele Jahre später bleiben viele Teilnehmer in den sozialen Medien in Kontakt oder treffen sich bei M100 Alumni Treffen. Einige der M100-Alumni arbeiten heute für erfolgreiche unabhängige europäische Medien, wie z.B. für De Correspondent in den Niederlanden oder Hromadske.TV in der Ukraine. Andere haben selbst Medienorganisationen gegründet, wie z. B. das investigative Netzwerk Correctiv oder die internationale Reportageplattform Outriders.

 

Thema 2019: „Lesen in der digitalen Welt – Innovativer Journalismus

Die Medienindustrie auf der ganzen Welt hat eine Zeit beispielloser Veränderungen durchlaufen. Die Debatte über die Zukunftsfähigkeit der Zeitung ist omnipräsent und Verlage müssen neue und innovative Wege finden, um ihre Nachrichteninhalte zeitgemäß zu vermitteln. Digitale Entwicklungen eröffnen dabei eine neue Dimension: von Chat-Apps über Datenjournalismus, VR bis hin zu Automatisierung oder Drohnen-Journalismus. Das textbasierte Modell mag im Printbereich seit Jahren erfolgreich funktioniert haben, aber der digitale Journalismus erfordert eine neue Sprache und neue Wege der Erzählkonstruktion. Gleichzeitig könnte ein großer Schwerpunkt auf Technologie, Plattformen und Algorithmen sich negativ auf die Qualität der Inhalte und der Kernaufgabe des Journalismus, der Übermittlung überprüfbarer Informationen, auswirken. Und da die digitale Transformation den Internetnutzern einen unbegrenzten und schnellen Zugang zu Informationen ermöglicht, hat der Journalismus an Glaubwürdigkeit verloren und die Menschen werden zunehmend herausgefordert, wahre Informationen von Fehl- oder Desinformationen zu unterscheiden.

Der Workshop „Lesen in der digitalen Welt – Innovativer Journalismus“ beschäftigt sich mit verschiedenen Konzepten der digitalen Transformation in Medienorganisationen und diskutiert die Rolle von Print in der digitalen Nachrichtenwelt. Da die technologische Entwicklung neue Risiken mit sich bringt, werden auch die Grenzen des innovativen und digitalen Journalismus diskutiert.

Der M100YEJ Workshop ermöglicht eine internationale und interdisziplinäre Vernetzung der Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern und bietet damit die einzigartige Möglichkeit, eigene grenzüberschreitende Medienprojekte zu initiieren. Zu diesem Zweck haben die jungen Journalisten die Möglichkeit, ihre Projekte potenziellen Geldgebern vorzustellen, die als Finanzierungspartner fungieren könnten oder Feedback geben.

Am Ende des Workshops nehmen die jungen Journalisten an der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam teil, an der neben wichtigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auch die hochrangige Redakteure, Kommentatoren und Medieninhaber Europas teilnehmen, um die Rolle und die Auswirkungen der Medien in internationalen Angelegenheiten zu bewerten und Demokratie und Pressefreiheit zu fördern.

 

Teilnahmevoraussetzungen:

Junge Journalisten im Alter von 18 und 26 Jahren aus Europa, den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgia, Moldau, and Ukraine) und aus Russland können gerne eine Bewerbung auf Englisch an uns schicken. Bitte sendet uns eine aussagekräftige Bewerbung mit einem Essay, Lebenslauf und Motivationsschreiben zu. Ausgewählte Bewerber werden zu einem Skypeinterview eingeladen. Kosten für die Verpflegung, Unterkunft und An- und Rückfahrt werden für den Workshop übernommen.

Bitte schickt uns auch einen Projektvorschlag auf Englisch, der folgende Fragestellungen berücksichtigt:

Shortly present your own project in digital journalism. Make sure to explain how your idea could introduce new or develop existing innovative means of media storytelling. The narratives could be based on, but not limited to, graphic design solutions, IT solutions, user interface, social media and smartphone applications, big data analysis, interactive websites features. Be specific in the platforms that could implement your project idea. (6.000 characters maximum, including spaces).

Bitte übersende deine Bewerbungsunterlagen bis zum 16. Juni 2019, 24 Uhr an application@m100potsdam.org

 

Der M100YEJ ist eine Initiative der Stadt Potsdam und von Potsdam Media International e.V.. Er wird vom Bundespresseamt, der Friedrich Naumann Stiftung und dem National Endowment for Democracy finanziert und findet in Kooperation mit European Youth Press, heyfilm, MIZ Babelsberg, Telefonica und Orange Magazine statt.